Die lebendige und interessante Hauptstadt von Panama vereint moderne Geschäftsviertel mit einem breitgefächerten Kultur- und Freizeitangebot. Unter der tropischen Sonne bilden die Straßen und Einwohner von Panama City eine in Lateinamerika einzigartige Kombination.
Neben Vierteln aus der Kolonialzeit erheben sich imposante Skyscraper, und entlang des eindrucksvollen Panamakanals ziehen sich tropische Urwälder mit einer der weltweit größten Konzentration an Vögeln. Die Abende sind zwar von Latino-Stimmung geprägt, tagsüber zeigt sich die Stadt aber als Schmelztiegel der Kulturen und als ein wahres Einkaufsparadies.
Das Beste aus Panama City
Panama City
Ciudad Nueva: Panama City ist in den letzten Jahren zu einem der beliebtesten Reiseziele Lateinamerikas geworden, und die imposante, von Bürotürmen gesäumte Skyline zeugt von der Bedeutung der Stadt als Geschäftszentrum.
Das vielseitige Kultur- und Freizeitangebot der Stadt mit Museen, Restaurants und Ausgehlokalen ist für Urlaubs- und Geschäftsreisende gleichermaßen attraktiv. Mit ihrer privilegierten Lage zieht Panama City seit jeher Menschen aus verschiedenen Ländern und Kulturkreisen an.
Die Bevölkerung setzt sich unter anderem aus Nachkommen der spanischen Kolonialherren, Mestizen und Indios und Gemeinschaften aus Indien, China und arabischen Ländern zusammen.
Zu den besonderen Sehenswürdigkeiten gehört die „Calzada de Amador“. Die 2 km lange Allee verbindet den Kontinent mit den vier Inseln gegenüber der Stadt und ist eine bei Einheimischen und Besuchern beliebte Flaniermeile, von der man einen schönen Blick auf das moderne Geschäftsviertel und auf die Altstadt hat.
Altstadt: Während die moderne Downtown immer weiter wuchs und die Stadt sich langsam ausdehnte, verlor das einst so schöne Viertel der Altstadt immer mehr an Bedeutung: Verfall und Dekadenz zogen ein.
Seit einigen Jahren aber schon wurde mit der Rekonstruktion des Viertels begonnen, denn einige Investoren interessierten sich für den alten Stadtteil. Die hübschen Gebäude im Kolonialstil werden nun restauriert und heute laden die kleinen Gassen wieder zu einem Stadtbummel ein.
Mit der Reform kamen auch die Bars und die Kunstgalerien, die in diesem Viertel ihren idealen Standort fanden.
Das Zentrum ist die Plaza de la Independencia. Hier wurde damals im Jahre 1903 die Unabhängigkeitserklärung von Panama verlesen. Am Besten nehmen Sie sich irgendeine der kleinen Gassen vor und erkunden das Viertel auf eigene Faust. Mischen Sie sich unters Volk und erleben Sie die Eleganz des malerischen Viertels ganz im Kolonialstil und voller „Sabor latino“.
In der San-José-Kirche finden Sie einen der größten Schätze des Landes, den berühmten Goldaltar von Panama. Im Jahre 1671, während der Plünderungen durch den Piraten Henry Morgan, konnte einer der ansässigen Priester dieses Meisterwerk des Barock gerade noch vor der Plünderung bewahren.
An der Südseite liegt die Plaza de Francia, der zu Ehren der Franzosen benannt wurde, die am Bau des Panamakanals beteiligt waren. Um die Plaza herum verläuft der Paseo de las Bóvedas, eine arkadengeschmückte Wehrmauer, die einst die Stadt vor Angriffen schützen sollte. Oben von der Mauer haben Sie eine herrliche Sicht über einen Teil der Altstadt und die enormen Schiffe und Tanker, die auf die Durchfahrt warten.
Der Palacio Presidencial gehört zu den schönsten und prachtvollsten Gebäuden dieses Viertels. Der Palast ist auch bis heute noch sehr gut erhalten. Dies ist nicht weiter verwunderlich, denn hier residiert schließlich der Staatschef von Panama.
Wenn Sie einen Kulturausflug planen, dann beginnen Sie am Besten mit einem Besuch des Museo del Canal Interoceánico, des Panama-Kanal-Museums. Hier erfahren Sie viele interessante Details über den Bau des berühmten Kanals.
Panamá Viejo: Hier wurde im Jahre 1519 die Stadt Panama von dem spanischen Eroberer Pedro Arias de Ávila gegründet. Nahezu die gesamte Bevölkerung wurde von dem Korsaren Morgan ausgerottet. Auch wenn heute nur noch die Ruinen stehen, ist der historische Schauplatz dennoch einen Besuch wert.
Ein Spaziergang durch das ehemalige Viertel transportiert uns in eine andere Zeit, jene Zeit, als die Spanier noch Stadt und Kontinent beherrschten. Zu den Gebäuden, die bis heute noch gut in Stand sind, gehört die Kathedrale Nuestra Señora de la Asunción und die Casa Alarcón, das am besten erhaltene Zivilgebäude.
Panamakanal
Einige bezeichnen den Kanal als das wichtigste Bauwerk der Baugeschichte aller Zeiten. Die Idee war auf jeden Fall so wahnwitzig wie genial: Den Atlantik durch einen gigantischen Graben mit dem Pazifik zu verbinden, jenen langen Graben, der im wahrsten Sinne des Wortes das Land in zwei Hälften trennt. Durch den Bau konnten nicht nur die Schiffsrouten erheblich verkürzt werden, sondern auch vor Allem neue Handelswege erschlossen werden.
Seit seiner Fertigstellung im Jahre 1914 haben unzählige Schiffe den Kanal durchquert. 80 Kilometer sind es von Panama City bis Colón. Und wenn Sie erfahren wollen, wie das alles genau funktioniert, machen Sie einen Ausflug zu den Schleusen von Miraflores. In den gigantischen Schleusenkammern zwischen Kanal und Meer wird das Wasserniveau angehoben: Bis zu 26 Metern Höhenunterschied sind es vom Meereswasserspiegel bis zum Gatún-See!
Man kann den Kanal bewundern und bestaunen, man kann aber auch viel auf ihm unternehmen. Zum Beispiel auf dem Kanal segeln: Von der Schleuse Miraflores bis zum gleichnamigen See - ein unvergessliches Erlebnis! Natürlich können Sie hier aber auch angeln oder wandern. Und die Ornithologen können in diesem einzigartigen Vogelparadies auf Entdeckungsreise gehen.
Taboga-Insel
Nur 20 km von der Küste von Panama City entfernt liegt diese Insel, ein beliebter Erholungsort für die gestressten Städter. Hier kann man sich an den schönen Stränden erholen und einfach mal abschalten.
Die engen Gassen mit ihren kleinen Häuschen haben ihren einstigen Charme nicht verloren. Damals schon hatten sie den berühmten Künstler Paul Gaugin in ihren Bann gezogen. Abgesehen davon steht hier auch die zweitälteste Kirche der Neuen Welt. Sie wurde im Jahre 1550 erbaut und in ihrem Inneren überrascht uns ein so malerischer wie hübscher Altar mit zierlichen Ornamenten.
Die Insel liegt genau an der Wanderroute der Buckelwale. Wenn Sie Glück haben, können Sie zwischen August und Oktober den einen oder anderen erspähen, und die herrliche Schwanzflosse bewundern, wenn das majestätische Tier aus dem Wasser springt.
Auf Taboga lebt auch die Hälfte aller Braunpelikane der ganzen Welt. Fast ein Drittel der Insel steht unter Naturschutz, um die seltene Art vor ihrem Aussterben zu bewahren.
Ausfüge im Soberanía-Nationalpark
In nur 20 Minuten sind Sie im Dschungel! Den Lärm der quirligen Großstadt hören Sie hier nicht mehr, hier lauschen Sie nur noch den Stimmen des Urwalds. Man rechnet, dass hier in diesen Wäldern nahezu die Hälfte aller in Panama bekannten Spezies lebt.
Unter den zahllosen Wanderwegen, die den Park durchkreuzen, ist wohl der Oleoducto-Wanderweg einer der interessantesten. Hier spazieren Sie durch eine der größten Vogelkolonien der Welt. In der dichten Dschungelvegetation verstecken sich Tukane, zahlreiche Arten von Raubvögeln, sowie unzählige der farbenprächtigen einheimischen Vogelarten.
Der Nationalpark Isla Barro Colorado liegt mitten im Zentrum des Gatún-Sees und beherbergt eine beeindruckenden Fauna: 72 Arten von Fledermäusen leben hier, fünf verschiedene Affenarten, Agutis (eine Nagetiergattung), Tapire, Nasenbären, Faultiere und Nabelschweine. Die Flora der Insel ist nicht weniger beeindruckend: Es gibt hier über 1200 Pflanzenarten. Vom Informationszentrum aus führen zahlreiche Wanderwege durch den Dschungel.
Oben auf dem Canopy-Turm, einem ehemaligen militärischen Wachposten der Amerikaner, haben Sie eine herrliche Aussicht über den tropischen Regenwald und den Kanal mit seinen riesigen Schiffen.
Angeln
Vor den Küsten von Panama tummelt sich eine reiche Meeresfauna. Daher gibt es auch in der City ein breitgefächertes Angebot an Ausflügen für die Anglerfreunde unter uns. Die häufigsten hier vertretenen Arten sind Meerbrassen, Zackenbarsche, Merline, Segelfische, Gelbflossen-Thunfische und Papageien-Fahnenbarsche, neben vielen anderen. Angler kommen hier wirklich auf ihre Kosten, denn hier haben sie die Gelegenheit, Fische zu erhaschen, die sich sonst nur in viel tieferen und wesentlich schwerer zugänglichen Gewässern aufhalten.
Süßwasserangeln können Sie im Chagressee und im Gatúnsee.
Einkaufen
Panama City ist das Einkaufsparadies per Excellenze! Die vielen Einkaufszentren im Stile amerikanischer Malls bieten ständig Sonderangebote aller gängigen Modemarken, sowie zahlreiche Technologie- und Luxusartikel an. Wenn es heiß wird und die tropische Schwüle drückt, flaniert man gerne durch die klimatisierten, großräumig angelegten Shopping-Zentren und erfrischt sich ein bisschen,... und kauft ein.
Auch wenn die offizielle Währung der Balboa ist, können nicht nur die Amerikaner hier in Dollar bezahlen, denn der Dollar ist legal im ganzen Land.
Kunsthandwerk: In Panama City gibt zahlreiche kleine Läden und Shops, die Kunsthandwerk aus allen Regionen des Landes anbieten. Im Pueblito und auf dem Mercado Nacional de Artesanías (Kunstgewerbemarkt) kann man hübsche handgemachte Körbe kaufen, die von den Stämmen der Emberá und der Wounaan gefertigt wurden, oder die herrlichen Stickereien der Kund.
Auch Schmuck gibt es hier. Vornehmlich kommt er aus Kolumbien oder Brasilien, den wichtigen Exportländern für Edelsteine. Sind Sie kein Experte, sollten Sie Vorsicht walten lassen, denn Imitationen sind hier keine Seltenheit.
Nachtleben
Das Nachtleben von Panama ist wahrscheinlich das belebteste in ganz Zentralamerika. In den Stadtteilen Buenavista und Cangrejo gibt es zahlreiche Bars und Diskotheken, die Miami in keiner Weise nachstehen. Hierher kommt man um Spaß zu haben, aber auch um sehen und gesehen zu werden. Der Wettstreit der verschiedenen Lokale ist immens, Lokale, die heute „in“ sind, können morgen schon wieder „out“ sein.
Es gibt Lokale für jeden Geschmack: Tanzlokale, Rockdiskotheken, Jazzclubs, und gemütliche Tavernen mit Folkloremusik.
Eine originelle Art, das Nachtleben zu erfahren, sind die Chivitas Parranderas: Das sind mobile Diskotheken: Begleitet von karibischen Rhythmen fahren Sie in einem Bus quer durch die ganze Stadt.
Spezialitäten
Mit seinen über 2000 Kilometern Küste sind selbstverständlich Fische und Meeresfrüchte die großen Stars auf der Speisekarte in Panama City. Es gibt Langusten, Garnelen, Tintenfische, Seespinnen und viele einheimische Arten wie die Guabina oder den Adlerfisch, alle von hervorragender Qualität
Aber nicht nur Fisch und Meeresfrüchte finden Sie auf einer Speisekarte in Panama: Auch Suppen sind hier ausgesprochen beliebt! Der berühmte Sancocho ist ein Eintopf mit Fleisch und Jamswurzel, Yucca oder Mais, gewürzt mit Zwiebeln, Knoblauch, Oregano, Pfeffer und Salz. Nicht zu vergessen der „Fu-fu”, aus Kokosnuss, Bananen und Fisch, den man mit „Ají chombo“ würzt, einem typischen scharfen Gewürz.
Zum Dessert gibt es nichts Feineres als eine tropische Frucht, wie Ananas, Kokosnuss, Guayaba oder Papaya. Oder Sie probieren mal die leckere „Sopa de borracha”, die beschwipste Suppe, eine Nachspeise mit Vanille, Rosinen und Likör.