Port el Kantaoui bietet die besten Voraussetzungen für einen gelungenen Urlaub. Die makellos weißen Gassen und der elegante Hafen mögen auf manche zwar künstlich wirken, ein Bummel im Schatten der gekalkten Häuser ist jedoch ein angenehmes Erlebnis. Im Norden der Stadt beginnt ein kilometerlanger Strand, der trotz seiner Beliebtheit bei den Urlaubern nie überfüllt ist. In der Nähe liegen einige der interessantesten Sehenswürdigkeiten von Tunesien: Das römische Kolosseum von El Djem und die heilige Stadt Kairouan.
Empfohlen in Port El Kantaoui
Das Beste aus Port El Kantaoui
Port El Kantaoui
Dieser Strand erstreckt sich auf 20 km vom Jachthafen in Richtung Norden. Da sich in dieser Zone relativ wenige Hotels befinden, ist der Strand nie überfüllt.
Das Meer ist ruhig und es werden zahlreiche Freizeitaktivitäten angeboten: Windsurfen, Wasserbikes, Parasailing, Tretboot- und Kanufahren. In den Riu-Hotels (Riu Imperial Marhaba, Clubhotel Riu Green Park und Riu Bellevue Park) können Sie die notwendige Ausrüstung leihen.
Viele Urlauber entscheiden sich aber auch einfach dafür, sich auf dem weißen Sand auszuruhen und gelegentlich in den Wellen zu plantschen. In den vergangenen Jahren ist Tauchen immer beliebter geworden. Man vergleicht das Meer hier wegen seiner Transparenz manchmal mit dem Roten Meer. Trotz des Artenreichtums und der guten Sicht ist dieser Vergleich jedoch etwas übertrieben.
Port el Kantaoui
Dieser moderne Sporthafen im maurisch-andalusischen Stil besticht durch seine elegante Note. Die Hauptpromenade, die an den Anlegestellen vorbei führt, ist von weißen Häuser mit Holzbalkonen gesäumt. Am Kai liegen große Jachten und elegantes Segelboote vor Anker. Der Weg zum Meer führt an Ständen vorbei, an denen karamellisierte Erdnüsse, Krapfen und frisch gepresste Säfte angeboten werden. Dem herrlichen Aroma können die wenigsten Urlauber widerstehen.
Durch ein Tor mit mittelalterlicher Note gelangt man in ein Gewirr aus Gassen mit gekalkten Häusern und blumengeschmückten Innenhöfen. Die Gassen laden ein zum ziellosen Bummeln und zum Stöbern in den vielen Mode-, Kunstgewerbe- und Schmuckgeschäften.
Und wer vom Einkaufen müde ist, kann auf den Terrassen der Teestuben und Restaurants eine Pause einlegen. Die im Schatten der Zitrusbäume liegenden kleinen Plätze von Port el Kantaoui, an denen man im Hintergrund das Rauschen der Brunnen hört, sind der perfekte Ort, um einen Minztee mit einer leckeren arabischen Süßigkeit zu genießen.
Römisches Amphitheater El Djem
Der riesige Bau ist schon viele Kilometer vorher zu sehen. Es gibt nur wenige historische Bauwerke dieser Dimension. Das Amphitheater ähnelt mit seinen Ausmaßen denen des Kolosseums in Rom. Das sehr gut erhaltene Theater erhebt sich über den kleinen Häusern des Ortes, die im Vergleich fast winzig wirken.
Das Amphitheater wurde 238 n. Chr. fertiggestellt und hatte eine Kapazität für 30.000 Personen, mehr als die Einwohnerzahl der Stadt. Im Sommer finden hier Konzerte und andere Veranstaltungen statt. Wenn gerade keine Veranstaltungen stattfinden, kann man bis zu den oberen Sitzreihen hochsteigen und die karge Landschaft der Umgebung überblicken. Sehenswert sind auch die beiden unterirdischen Gänge, durch die einst Gladiatoren und wilde Tiere in die Arena einliefen.
Das Bauwerk gilt als eines der wertvollsten Überreste des afrikanischen Teils des Römerreichs und wurde zur UNESCO-Welterbestätte erklärt. Die Behörden unternehmen gegenwärtig große Anstrengungen, den Bau zu bewahren.
Kairouan
Die Stadt wurde im 7. Jahrhundert von der arabischen Eroberern gegründet und ist nach Mekka, Medina und Jerusalem die vierte heilige Stadt des Islam. Für Moslems sind sieben Reise nach Kairouan gleichbedeutend mit einem Besuch in Mekka.
Nicht moslemische Besucher haben keinen Zugang zum Inneren der Großen Moschee, aber wenn man sich einen weißen Umhang leiht und überhängt, darf man den Innenhof betreten, in dem man die Marmorsäulen bewundern kann, auf denen der Tempel ruht. Die fast zweitausend Pfeiler stammen vom Kolosseum in El Djem und den römischen Ruinen von Susa und Karthago.
Die Stadt ist von Religion und Puritanismus geprägt, in der Medina gibt es jedoch auch einige Souvenirgeschäfte, in denen Teppiche, Wasserpfeifen und andere Mitbringsel verkauft werden. Es lohnt sich, die Geschäftsstraßen zu verlassen und durch das Wohngebiet zu bummeln. Die Stadt hat zwar ein wenig an Glanz verloren, konnte sich aber die Eleganz ihrer früheren Tage bewahren.
Ebenfalls einen Besuch wert ist das Mausoleum von Abu Zama el Belaoui, auch der Barbier genannt, weil er stets drei Haare vom Barte des Propheten bei sich trug. Nicht moslemische Besucher haben keinen Zugang zum eigentlichen Grab, aber ein Bummel durch die mit Kassettendecken aus Zedernholz, Stuck und Kacheln dekorierten Gänge, die zu einem schönen Innenhof führen, lohnt sich auf jeden Fall.
Bootsausflüge
Vom Jachthafen in Port el Kantaoui starten viele Bootsausflüge. Angeboten werden Fahrten auf Segelbooten, Schiffen mit Glasböden, U-Booten, Katamarenen und sogar Piratenschiffen für die jungen Urlauber. Eine schöne Idee ist auch ein abendlicher Bootsausflug mit Abendessen, auf dem man die Stadt und das vom Mond beschienene Mittelmeer bewundern kann.
Wasser-Freizeitpark
Dieser schön angelegte und gut gepflegte Freizeitpark ist besonders bei Kindern sehr beliebt. Es gibt Attraktionen für jeden Geschmack: Wasserrutschen, Wellenbäder und künstliche Seen. Zum Ausruhen stehen Restaurants, Cafés, Pizzerien und schattige Liegeflächen zur Verfügung.
Golf El Kantaoui
Mit einer schönen Aussicht auf Port el Kantaoui verläuft dieser Platz entlang dem Meer auf einem leicht gewellten Hügel. Brunnen und Teiche wechseln sich ab inmitten einer Vegetation aus Kiefern, Palmen und Olivenbäumen. Gäste der Riu-Hotels erhalten eine Ermäßigung auf die Platzgebühr.
Spezialitäten
Couscous: Der tunesische Couscous besteht aus Gemüse und Grütze mit Merguez-Wurst, Fisch und Hammel- oder Rindfleisch.
Tajines: Die tunesischen Tajines unterscheiden sich sehr von dem gleichnamigen marokkanischem Gericht . Die saftigen Pasteten enthalten Eier, Lammfleisch, Gemüse, Kartoffeln, Maluska-Blätterteig und Käse und werden auf kleiner Flamme gegart.
Gewürze: Die Tajines, der Couscous und andere lokale Spezialitäten werden mit Harissa gewürzt, einer Pfefferpaste, die zuweilen sehr scharf sein kann.
Desserts: Der Nachtisch besteht oft aus den leckeren süßen Pastetchen aus Datteln, Mandeln, Pistazien, Sesam usw., die meistens in Honig und viel Zucker gebadet werden.
Schwarzer Tee mit Minze: Das für ganz Nordafrika typische Getränk wird mit viel Zucker getrunken und ist bei Einheimischen und Urlaubern gleichermaßen beliebt.
Säfte: In Tunesien werden ausgezeichnete Fruchtsäfte serviert. Unbedingt probieren muss man den Orangen- und den Feigensaft.
Einkaufen
Die modernen Straßen von Port el Kantaoui haben nicht den Charme eines traditionellen Souks, bieten aber eine breite Auswahl an internationalen Produkten. Das Feilschen ist weniger verbreitet, was von vielen Urlaubern geschätzt wird. Beliebte Mitbringsel sind unter anderem die bekannten Kairouan-Teppiche sowie Gewürze, Pantoffeln, Keramik und Taschen.