Zu James Bond nach Jamaika

date_range 27 Oktober, 2016 label , , , , , question_answer Schreibe einen Kommentar

Von Michael Juhran

Stets hatte ich angenommen, James Bond sei ein echter Brite. Doch weit gefehlt. Der Superagent erblickte in dem kleinen Ort Oracabessa das Licht der Welt, etwa 20 Kilometer östlich von Ocho Rios in Jamaika. Hier schrieb der ehemalige britische Geheimagent Ian Fleming 1953 seinen ersten Bond-Roman „Casino Royal“. Warum gerade in Jamaika und wo sonst in Jamaika hat 007 seine Spuren hinterlassen? Ich wollte es wissen und flog auf die karibische Insel.

Tag 1

Wer erinnert sich nicht an die Filmsequenz in „James Bond jagt Dr. No“, als Ursula Andres alias Honey Ryder als erstes Bond-Girl mit ihrem entzĂŒckenden Bikini den Wellen der Karibik entstieg und die Augen des Superagenten zum Strahlen brachte? Dieser Filmspot liegt gerade einmal vier Kilometer westlich von Ocho Rios an der MĂŒndung des Dunn River, den Laughing Waters. SpĂ€ter brachte Ursula an den Kaskaden den Filmhelden in VerzĂŒckung, wo die herabstĂŒrzenden Wassermassen ihre schlanken Beine umspĂŒlten – heute eine beliebte Touristenattraktion.

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Tag 2

Nach einigen Jahren als Geheimagent der britischen Marine im Zweiten Weltkrieg ließ sich Ian Fleming 1946/47 in Oracabessa ein kleines Ruhestands-Anwesen errichten, in dem er sĂ€mtliche Bond-Romane geschrieben haben soll. Hier gibt es heute eine kleine Bibliothek, die an Fleming, Bond und die Kino-Hits erinnert. Und man kann die Stelle besichtigen, an der Fleming tĂ€glich einen „Octopussy“ fĂŒtterte.

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Tag 3

„Unbefugte werden gefressen“, heißt es auf dem Eingangsschild der „Jamaica Swamp Safari“ nahe Falmouth – etwa 65 Kilometer westlich von Ocho Rios – wo Roger Moore alias James Bond sich in einer Filmszene aus den FĂ€ngen des Bösewichts Kananga befreite, indem er ĂŒber die RĂŒcken von Krokodilen an Land sprang. Einige der Reptilien-Filmstars leben in dem kleinen Zoo noch heute. Aber den Stunt zu wiederholen ĂŒberlasse ich dann doch gern anderen.

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Tag 4

Ich fahre noch einmal in westliche Richtung. Etwa 30 Kilometer von Ocho Rios entfernt finde ich die „Green Grotto Caves“, in denen Bond den Schurken Kananga zerplatzen ließ. Dieses weitverzweigte Höhlensystem diente einst Sklaven als ZufluchtstĂ€tte, die von den Plantagen geflohen waren.

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Tag 5

Eigentlich wollte ich heute den Wohnort von Miss Taro, der Freundin von Dr. No, erkunden, aber die freundlichen Kollegen vom ClubHotel Riu Ocho Rios hatten eine bessere Idee: Kein Jamaika-Besuch ohne Rumverkostung. Schnell ließ ich mich ĂŒberzeugen und fuhr zur Appleton Estate, wo man nicht nur alles ĂŒber die Rumproduktion erfĂ€hrt, sondern sich auch durch alle Varianten der Lieblingsspirituose aller Seeleute durchkosten kann.

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Fazit: In der NĂ€he von Ocho Rios gibt es noch weitere Bond-Filmlocations, die man besuchen könnte. Aber bei karibischen Temperaturen zog ich es vor, tĂ€glich auch ein paar Stunden am sonnigen Sandstrand des ClubHotels Riu Ocho Rios zu entspannen und die SonnenuntergĂ€nge bei einem Wodka-Martini (geschĂŒttelt, nicht gerĂŒhrt) zu genießen. Und wer nach dem Erklimmen der DunnÂŽs River Falls einen Muskelkater verspĂŒrt, dem kann ich einen Besuch im „Renova Spa“ des Hotels wĂ€rmstens empfehlen.

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