25 Jahre „Respect and Love“, das Jubiläum bei RIU Jamaica: Ein Hoch auf Erfolg und Resilienz

16 Juni, 2026 ,

Jamaika hat einen besonderen Platz in meinem Herzen. Ich habe bereits vor einigen Jahren erläutert, dass mir dieses Reiseziel über all die Jahre persönlich und beruflich am meisten Freude bereitet hat. Und heute möchte ich noch erwähnen, dass ich außerdem größte Hochachtung vor der Insel habe. In diesem Jahr feiern wir 25 Jahre Jamaika, und heute glaube ich mehr denn je an die mitreißende Energie der Insel und ihrer Bewohner. Sie hat sich mit unglaublichem Elan von den verheerenden Zerstörungen durch den Hurrikan Melissa erholt. Die Menschen dort haben enorme Stärke und viel Mut bewiesen. Außerdem haben die Behörden schnell und angemessen reagiert. Und die Reiseveranstalter und Touristen sind ihrem langjährigen beliebten Reiseziel treu geblieben und kehrten schon bald wieder zurück. Gründe zum Feiern gibt es daher genug.

Ich selbst war 1995 zum ersten Mal auf Jamaika. Ich wollte mich über das All Inclusive-Programm informieren, das damals nur an wenigen Reisezielen weltweit angeboten wurde, und erlebte eine pulsierende, wunderschöne Insel voller Leben. Sofort war mir klar, dass ich sie ins Angebot von RIU Hotels aufnehmen wollte. Reggae ist nationales Kulturgut und ein wahrer Besuchermagnet. Diese Musik gehört irgendwie zum Soundtrack unseres Lebens, und ihre Klänge versetzen einen automatisch in dieses tropische Paradies. Ich kam also 1999 noch einmal nach Jamaika, mietete mir ein Auto, und als ich Negril erreichte, war mir klar, dass ich mich an einem der schönsten Strände weltweit befand.

Luis Riu, CEO von RIU Hotels & Resorts, mit seinen Söhnen Luis und Roberto sowie dem Operations Manager von RIU in Jamaika, Alejandro Sánchez
Luis Riu, CEO von RIU Hotels & Resorts, mit seinen Söhnen Luis und Roberto sowie dem Operations Manager von RIU in Jamaika, Alejandro Sánchez.

RIU setzt auf Jamaika: Eröffnung von sieben Hotels seit 2001  

So fing alles an. 2001 eröffnete das Riu Tropical Bay, und seither sind wir immer weiter gewachsen:

Wachstum bedeutet nicht nur mehr Hotels, sondern auch neue Services wie Splash Water World, die RIU Partys oder der Elite-Club-Service. In insgesamt sieben Hotels mit 4.275 Zimmern und knapp 4.000 Mitarbeitenden beherbergen wir 500.000 Gäste pro Jahr.

Hurrikan Melissa: Ein Härtetest für RIU in Jamaika

99,2 % unserer Mitarbeiter sind Einheimische, und mit ihrer Ausstrahlung und ihrem Einsatz haben sie einen stabilen Kundenstamm aus zufriedenen Gästen, die gerne wiederkommen, aufgebaut. Durch Melissa, den stärksten Hurrikan, der je auf Jamaika gewütet hat, wurde all dies auf eine harte Probe gestellt. Am 28. Oktober traf er auf Land und zog sehr langsam über die Insel, so dass die Schäden umso größer waren. Die Tourismusgebiete, in denen wir Hotels betreiben und die am stärksten betroffen waren, waren Falmouth und Montego Bay. Relativ glimpflich davon kamen Ocho Ríos sowie Negril, selbst wenn wir auch dort ohne Strom und Internet ziemlich in Mitleidenschaft gezogen wurden.

Wie hat das Team von RIU Hotels den Hurrikan bewältigt?

Wir aktivierten alle Hurrikan-Maßnahmenprotokolle, mit denen wir nach so vielen Jahren in der Karibik viel Erfahrung gesammelt haben. Doch das Ausmaß des Schadens kann man erst ermessen, wenn der Hurrikan vorbei ist. Ich war auf Fuerteventura mit den Vorbereitungen zur Eröffnung des Riu Palace Calypso beschäftigt, und von dort aus telefonierten wir mehrmals täglich, um uns auf den erwarteten Hurrikan vorzubereiten. Und als er abgezogen war, liefen die Drähte erst richtig heiß. Die ersten Berichte gingen bereits während der Regenschauer ein. Außer fünf Leichtverletzten, die unmittelbar versorgt werden konnten, gab es zum Glück keine Personenschäden. Das Ausmaß der Beschädigungen war jedoch riesig, und die Mitarbeitenden vor Ort standen vor einer enormen Herausforderung. An diesem Tag befanden sich noch 6.527 Gäste in unseren Hotels.

Viele unserer Mitarbeitenden waren in ihren Hotels geblieben, um sich um die Gäste zu kümmern. Nicht wenige hatten in den Hotels auch mit ihren Familien Zuflucht gesucht. Wie viele Siedlungen und Häuser dem Erdboden gleich gemacht worden waren, konnte nie genau ermittelt werden. Am 29. lief eine riesige Logistikmaschinerie an: Schadensevaluierung, Bestandsaufnahmen, Beschaffung von Lebensmitteln, Wasser und Treibstoff für die Generatoren, erste Schritte zur Organisation der Rückreise der Gäste gemeinsam mit Reiseveranstaltern und Botschaften, Beginn der Aufräumarbeiten oder Organisation von Reparaturen: RIU warf in dieser Katastrophensituation alle Mittel ins Rennen.

Es waren sehr lange Tage. Wir mussten uns vorrangig um die Gäste in ihren Unterkünften kümmern. Sobald die Flughäfen den Betrieb wieder aufnahmen, konnten wir die Rückflüge organisieren. Der Flughafen Montego Bay wurde am 1. November wieder eröffnet. Bis dahin war lediglich ein Notbetrieb für Rettungseinsätze möglich gewesen. Sobald ein Teil der Gäste abgereist war, beschlossen wir, die verbliebenen je nach Rückreiseziel in einem Hotel zusammenzulegen: im Riu Montego Bay, im Riu Negril und im Riu Ocho Rios, das am wenigsten abbekommen und nie geschlossen hatte.

Das Riu Palace Aquarelle: Das am stärksten beschädigte Hotel

Am stärksten in Mitleidenschaft gezogen war das Riu Palace Aquarelle. Wir hatten beschlossen, in diesem Hotel testweise Solarmodule zur umweltfreundlichen Energieerzeugung in der Karibik zu installieren, was wir bereits an vielen Destinationen weltweit praktizieren. Eben wegen der Tropenstürme in der Karibik waren wir nicht sicher, ob dies die beste Lösung war, wollten es aber mit speziell hierfür ausgelegten Verankerungen probieren. Melissa bewies uns dann das Gegenteil, allerdings nicht aus wirtschaftlichen Erwägungen, denn versichert war die gesamte Anlage, sondern wegen der Sicherheitsbedenken. Jedes einzelne der insgesamt 795 Module hatte sich gelöst. Kein einziges blieb in der Verankerung. Und das Schlimmste: Wegen der hohen Geschwindigkeit, mit der sie davongeweht wurden, wurden sie zu gefährlichen Geschossen, was uns schließlich davon überzeugte, dass dieses Projekt nicht wiederholt werden sollte.

Zusammenarbeit mit den Behörden zur Wiederherstellung der Normalität

Die Gästebetreuung im Katastrophenfall ist mehr als schwierig, denn es gab kein fließend Wasser, keinen Strom und keine stabilen Verbindungen. In den ersten Tagen waren die Straßen kaum befahrbar, und der Transport von Waren und Menschen war langwierig und kompliziert. Zum Glück war die Hauptstadt Kingston nie lahmgelegt, was uns ein noch größeres Chaos ersparte. Deswegen möchte ich an dieser Stelle den Behörden für ihr besonnenes Handeln danken und ihnen meine Anerkennung aussprechen. Seit der Wetterdienst den schweren Hurrikan vorhergesagt hatte, setzte die Regierung alles daran, den Abfluss über Dränagen und Wasserläufe zu gewährleisten. Sie entsandte auch Material und Maschinen an strategisch wichtige Punkte, damit das Straßennetz so bald wie möglich wieder befahrbar war. Weiterhin sei erwähnt, dass aus den USA ein Ingenieurbüro mit der Aufstellung von Strommasten beauftragt wurde, das auch helfen sollte, die Stromversorgung so bald wie möglich wiederherzustellen. Es wurde entschlossen und effizient gehandelt.

Hilfsmaßnahmen für die RIU-Mitarbeiter in Jamaika

Zeitgleich war die Situation auch für unsere Mitarbeitenden alles andere als einfach. Daher bemühten wir uns nach Kräften, sie zu unterstützen:

  • Wir stellten insgesamt 8.200 Notfallpakete mit Lebensmitteln und Produkten für den täglichen Bedarf zusammen (zwei pro Mitarbeitende:r). Wir bündelten unsere Kräfte zudem mit der NRO World Central Kitchen, indem wir unsere Küchen in Montego Bay und Negril zur Verfügung stellten. Mit Hilfe unserer Mitarbeitenden wurden warme Mahlzeiten zubereitet und anschließend in den am stärksten betroffenen Gemeinden verteilt. Insgesamt wurden an 22 aufeinander folgenden Tagen 108.000 Mahlzeiten ausgegeben.
  • Wir waren außerdem der Meinung, dass dringend finanzielle Hilfe für den Wiederaufbau der am stärksten zerstörten Häuser unserer Mitarbeitenden benötigt wurde. Daher verteilten wir 830 Gutscheine, die im Baufachhandel und in Baumärkten eingelöst werden konnten.
  • Zusätzlich räumten wir eine zinslose Kreditlinie ein, um sie beim Wiederaufbau ihrer Existenz nach der Katastrophe zu unterstützen.

RIU setzt alles daran, die sieben Hotels noch vor Jahresende wiederzueröffnen

Zeitgleich mit der Organisation der direkten Hilfe machten wir uns auch Gedanken über die Wiederaufnahme unseres Geschäfts auf der Insel. Wir waren stets überzeugt, dass wir Jamaika auf diese Art und Weise am besten unterstützen können. Sobald dies möglich war, entsandten wir ein Team aus Fachleuten aus Mexiko, der Dominikanischen Republik, den USA und Spanien sowohl von RIU als auch von den größten Installationsfirmen, mit denen wir in Amerika zusammenarbeiten. Schon bald stellten sie Trupps von 600 bis 700 Männern zusammen, die mit Hochdruck an der Reparatur und Instandsetzung aller Anlagen und Räumlichkeiten in den Hotels arbeiteten, um so bald wie möglich wieder Gäste empfangen zu können.

Am 9. November lief der Buchungsprozess unserer Zimmer im Riu Ocho Rios wieder an, und daraufhin zelebrierten wir jede Wiedereröffnung eines unserer Hotels. Wir kündigten weltweit an, dass alle RIU-Hotels bis zum Jahresende wieder öffnen würden, und so war es dann auch. Das Riu Montego Bay öffnete am 23. November, das Riu Palace Jamaica am 24., die Wiedereröffnung des Riu Palace Tropical Bay war am 4. Dezember, das Riu Reggae und das Riu Negril öffneten am 10. Dezember, und als Schlusslicht folgte das Riu Palace Aquarelle am 15. Dezember. Die gesamte Planung wurde von den Partnern bei den Reiseveranstaltern gemacht, denn nach und nach funktionierte der Online-Betrieb wieder. Anschließend ließen die Behörden verlauten, dass die beste Unterstützung für das Land in der Reaktivierung der Tourismusbranche bestünde. Auch wir waren dieser Auffassung und trugen unseren Teil durch die Anstrengungen zur Wiedereröffnung bei. Die Reiseveranstalter zogen mit, und die Gäste kehrten gerne auf diese beliebte Insel zurück.

Führungsteam von RIU in Jamaika: Rudy Cabrera (Corporate SAT-JAM), Mike Blank (Corporate – Entertainment), Sandra Nesbeth (Sales Supervisor-JAM), Frank Sondern (Regional Director Operations-JAM), Niurka Garcia Linton (Director of Sales-JAM), Soledad Delgado (Corporate Housekeeping), Randy Chalas (Corporate – Kitchen) und Vicente Romera Moreno (Corporate SAT-JAM).
Führungsteam von RIU in Jamaika: Rudy Cabrera (Corporate SAT-JAM), Mike Blank (Corporate – Entertainment), Sandra Nesbeth (Sales Supervisor-JAM), Frank Sondern (Regional Director Operations-JAM), Niurka Garcia Linton (Director of Sales-JAM), Soledad Delgado (Corporate Housekeeping), Randy Chalas (Corporate – Kitchen) und Vicente Romera Moreno (Corporate SAT-JAM).

Tourismus als wesentlicher Motor für die Erholung nach dem Durchzug des Hurrikans

Ich glaube, niemand konnte ahnen, wie schnell und mit welch großem Einsatz dieser Wiederaufbau vonstattengehen würde. Wir kalkulierten vorsichtig für Jamaika, obwohl ich für meinen Teil zuversichtlicher als das Team war. Doch dass sich die Lage in Jamaika heute so darstellt, hätten selbst die größten Optimisten nicht geglaubt.

Bei dieser Gelegenheit möchte ich den jamaikanischen Behörden meinen Dank und meine Anerkennung aussprechen. Sie haben von Anfang an an unser Konzept und die Sogwirkung unserer Präsenz auf weitere spanische Hotelketten und damit an die Erschließung weiterer internationaler Märkte geglaubt. Dank gebührt ihnen auch dafür, dass sie auf den Tourismus als die Branche schlechthin für die wirtschaftliche Erholung gesetzt haben und in der Lage waren, die notwendigen Voraussetzungen zu schaffen, damit wir unseren Teil zum Wohle der Destination beitragen konnten.

Und dieser letzte Absatz ist unserem Team in Jamaika gewidmet. Die Anerkennung für eure Arbeit kann man kaum in Worte fassen. Ihr kanntet keinen Feierabend und habt keine Mühen gescheut. Viele von euch sorgten sich in erster Linie um das Wohlergehen unserer Gäste und dann erst um sich selber oder ihre Familien. Ihr habt bei eurer Arbeit improvisiert und nie die Nerven verloren, stets mit einem Lächeln im Gesicht. Doch das gilt nicht nur für den Katastrophenfall. Durch Melissa wurde lediglich deutlich, von welch unschätzbarem Wert ihr seid, was ihr in nunmehr 25 Jahren tagtäglich bewiesen habt. Daher gilt heute und auch in Zukunft: RESPECT AND LOVE.

Fdo. Luis Riu

Etiquetas: All Inclusive 24h FAMILIENFERIEN

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